StartseiteAktuellesIn eigener Sache

In eigener Sache

Liebe Theaterbesucher,
im Rückblick auf die vergangene Spielzeit war uns, wie schon so oft, die gesellschaftspolitische Komponente wichtig. So erinnern wir uns an den packenden Thriller „Zeit der Kannibalen“ von Johannes Naber, der den Globalisierungswahn ad absurdum führte, oder an „Phantom – ein Spiel“ von Lutz Hübner zum Thema Vorurteile, aber auch an „der herzerlfresser“ von Ferdinand Schmalz, der mit kunstvoller Feder dem Kaufrausch und der Zersiedlung nachspürte. Im Frühsommer folgte dann das erfrischende Jugendtheater „Wir alle für immer zusammen“ von Guus Kuijer über eine Patchworkfamilie im Hier und Jetzt und zum Abschluss glänzte Schauspieler Gerd Beyer in „All das Schöne“ von Duncan Macmillan – einer berührenden Hommage an das Leben.
In schauriger Erinnerung sind uns die bösartigen Hasstiraden der AfD, die dazu führten, dass sich viele Theater in Bayern zu einem losen Bündnis unter dem Titel GEMEINSAM GRENZENLOS zusammengeschlossen haben. Damit soll ein Zeichen für die Freiheit der Kunst, für eine offene Gesellschaft und gegen Rassismus gesetzt werden. In Zeiten unberechenbarer Machthaber auf unserem Globus ist Haltung gefragt und gerade Theater können dazu wichtige Denk- und Diskussionsanstöße liefern.
Gefreut haben wir uns über den Karl-Bröger-Preis, der von der Karl-Bröger-Gesellschaft verliehen wurde. Herzlichen Dank dafür.
Alles in allem war es wieder ein turbulentes, arbeitsreiches Jahr mit vielen Theateraufführungen, Vernissagen, Workshops, Aktionen, Infoabenden und mehr. Herzlichen Dank unseren Förderern und unserem Publikum.
Ähnlich machen wir weiter in der 39. Spielzeit. Mitte September steht Thomas Melles „Bilder von uns“ zum Themenkomplex Missbrauch auf dem Programm, gefolgt von der Wiederaufnahme unseres Kassenschlagers „Stück Plastik“ von Marius von Mayenburg im November. Nicht nur im Januar 2018 sehnen wir mit der Uraufführung von „Rabensommer“ von Elisabeth Steinkellner den Sommer herbei, sondern auch im April mit „In der Fremde“ von Rebecca Kricheldorfs schriller Farce über den Sextourismus. Schließlich endet der Premierenreigen mit Mike Kellys Jugendstück „Der Junge mit dem Koffer“, das einfühlsam die Geschichte einer Flucht mit Happy End erzählt.
Und ganz wichtig und nicht zu verpassen: Unser licht.blicke Festival vom 17.-26.10.2017 mit hochkarätigen Theatergruppen aus dem In- und Ausland und zwei Premieren: „Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“ von Jens Raschke im Hubertussaal und „Geburtstag – eine Hikikomori Geschichte“ – eine UA im K4.
Darüber hinaus sind Monika Roschers Bigband, der Gankino Circus, Bernd Regenauers neues Nützel Programm im Hubertussaal sowie die Ausstellungseröffnung „AnsichtsSache“ im Loft zu erleben,
Wir sind gespannt auf die neue Spielzeit und freuen uns auf Sie
Gisela Hoffmann & das Team des Gostner Hoftheaters