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Kritik: junges theater basel - "What We Are Looking For"

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What we are looking for – Ein Stück Tanztheater vom jungen theater basel in der Tafelhalle Nürnberg, unter der Choreografie von Ives Thuwis-De Leeuw.

Das Bedürfnis des Individuums, das Bedürfnis einer Gruppe zugehörig zu sein oder das Bedürfnis schlichtweg besonders und einzigartig zu sein: Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem „Besonderssein“ und dem Drang irgendwo dazuzugehören? Diese und etliche mehr Fragen stellt man sich während des Stücks und die beeindruckende Performance von „what we are looking for“ regt dazu an, die eigene Ansicht eventuell auch mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Ein Knäuel, eine wabernde Masse, eine einen verschluckende Gesellschaft – nur ein kleiner, aber einprägsamer Eindruck einer Szene in welche jeder etwas anderes hineininterpretiert. Das ist es auch, womit man aus diesem Tanztheater herausgeht und herausgehen soll: Eindrücke und Interpretationen ganz verschiedener Art. Trotz Verständnisschwierigkeiten auf der Sprachebene, konnte man dem Stück sehr gut folgen, da dieses Tanztheater es schaffte mit ihren Handlungen, Choreografien und ihrem Spiel das Publikum zu fesseln und besagte Message zu überbringen ohne großartig Sprache als Mittel verwenden zu müssen.

Beeindruckende Szenen vom Anfang bis zum Ende, überraschende Momente und viel visueller Eindruck sorgten für Spannung, Verblüffung und leider auch kurzzeitige Empörung bei dem weniger aufgeschlossenen Publikum. Doch gerade deswegen ein wichtiger Schritt, Menschen zu zeigen, die sie sich entfalten wollen und dies auch tun, dabei von der Gesellschaft, aber auch den inneren Zwängen, sowohl gedrängt als auch zurückgehalten werden.

Das für ein Publikum ab 14 Jahren ausgelegte Tanztheater bringt sowohl das junge als auch das ältere Publikum zum Staunen, Nachdenken und zu ganz verschiedenen Auslegungen des Gesehenen für sich selbst.

Von Anna Weinhold, Willstätter Gymnasium Nürnberg