StartseiteLicht.BlickeAktivitätenSchülerjuryKritik: Spiel.Werk Ansbach - "Schwarzweiß"

Kritik: Spiel.Werk Ansbach - "Schwarzweiß"

spielwerkschwarzweiss7hp

„Schwarzweiß“ ist eine mitreißende Performance, welche das Publikum durch Mimik, Gestik und nicht zuletzt Tanz in seinen Bann reißt. Eine grandiose Tänzerin, welche plötzlich nicht mehr leben will, lernt einen gescheiterten Clown kennen, der sein Publikum hasst, aber trotzdem das Gelächter genießt, der Angst vor ihm hat aber es dennoch liebt.

Das nach Charlie Chaplin inszenierte und vom Ensemble Spiel.Werk umgesetzte Theaterstück „Schwarzweiß“ befasste sich nicht nur mit existenziellen Problemen, wie zum Beispiel der Frage ob man selbst gut genug ist, sondern auch mit universellen Problemen, wie zum Beispiel der Sinnlosigkeit des Daseins und unserer Existenz.

Das Bühnenbild war simpel, dennoch aussagekräftig gestaltet – ein Tisch, zwei Stühle, eine Lampe. Auf den Zuschauenden wirkt dies einsam jedoch familiär. Durch grandios eingesetzte, jedoch unkomplizierte Musikuntermalung und Requisiten, wie zum Beispiel die Koffer der Schauspielenden erzählt das Stück eine Geschichte, ohne dass viel gesprochen wird.

Die Lichteffekte wurden wunderbar eingesetzt: Beginnt die Tänzerin beispielsweise sich zu entfalten, während der Clown sich weiterhin nur seine Maske aufmalt, so wird sie von einem hellen Licht angestrahlt, er jedoch sitzt in der Dunkelheit. Das Stück riss mich völlig in seinen Bann, brachte mich zum Lachen, machte mich traurig und ließ mich nachdenklich werden – eine großartige Darstellung, mit wunderbaren Schauspielenden und einer tollen Umsetzung.

Von Chantal Rüttinger, Pirckheimer-Gymnasium Nürnberg