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Künstler
Spiel: Gerd Beyer
Musik: The Black Elephant Band (Jan Bratenstein)
Regie: Anna Huber
Co-Regie: Diddi Meyer
Hinweise
Dauer: ca. 75 min, keine Pause
Geeignet ab der 8. Jahrgangsstufe
Premierendatum: 03.06.2017
Termine
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"All das Schöne" von Duncan Macmillan

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Wie reagiert man als Kind auf den Selbstmordversuch seiner Mutter? Man schreibt ihr eine Liste mit alldem, was an der Welt schön ist: 1. Eiscreme, 2. Wasserschlachten, 3. Länger aufbleiben dürfen als sonst und fernsehen, 4. Die Farbe Gelb … Man hofft, dass die Mutter die Liste wirklich liest (und nicht bloß die Rechtschreibfehler korrigiert), dass ihre Depression aufhört und das Leben weitergeht. Tut es auch. Aber nicht alles wird automatisch gut. Nicht jetzt, nicht später, als man selbst erwachsen ist, verliebt und vielleicht sogar über eigene Kinder nachdenkt. Immer wieder lauert da eine seltsame Traurigkeit, gibt es Abstürze, peinliche Situationen und Verletzungen. Nur die Liste ist im Lauf der Jahre angewachsen und nähert sich der Million: 999.997. Das Alphabet, 999.998. Unpassende Songs in gefühlvollen Momenten, 999.999. Eine Aufgabe abschließen …

„Gerd Beyer kommt wie ein Gast daher (begleitet von dem Musiker Jan Bratenstein, der mit herben Folksongs die Stimmung untermalt) und konfrontiert die Fremden im Plauderton und ganz direkt mit seinen Erinnerungen. Das geschieht unaufdringlich und doch intensiv, das kippt von nonchalanter Heiterkeit in eine tiefe Traurigkeit, führt durch dunkle Einsamkeiten und immer wieder doch auch ans Licht, zum Aufatmen nach Momenten, in denen der Mann zu ersticken drohte, an seiner Unfähigkeit die Todessehnsucht der Mutter zu begreifen.
Man merkt erst am Ende, dass hier tatsächlich von allem geredet wurde. Mal im Jammerton, mal versteckt wie ein stummer Schrei, immer aber mit der Sehnsucht, dem Teufelskreis zu entkommen, das Lebensleiden der Mutter nicht als Erbschaft anzunehmen, sondern zu rebellieren, gegen das Scheitern und den inneren Drang, sich selber aufzugeben. Eine kleine Sache ist das da im Gostner - mit großer Nachwirkung.“
- Bernd Noack, NN

Der Brite Duncan Macmillan, geboren 1980, ist Autor und Regisseur. Für Atmen gewann er 2013 bei den Off West End Awards den Preis für das beste neue Stück. Ebenfalls 2013 war er mit seiner zusammen mit Katie Mitchell und Lyndsey Turner erarbeiteten Bühnenfassung von Friederike Mayröckers Reise durch die Nacht zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag, Reinbek

Gefördert von der Sparkasse Nürnberg

Genre: Schauspiel, Theater für junges Publikum


Ensemble

Bildergalerie
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