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Künstler
Spiel: Thomas Witte, Tammo Winkler, Barbara Seifert
Musik & Komposition: Robert Oschatz
Regieassistenz: Stefan Czura & Christoph Dechamps
Ausstattungsassistenz: Dorothea Kaiser
Abendspielleitung: Christoph Dechamps & Hannah Glenk
Gestión de Bienestar: Silke Würzberger
Technische Leitung: Vadim Samarsky & Jakob Kraft
Dramaturgie & Bearbeitung: Christine Haas
Bühne: Jörg Zysik
Regie: Laurent Gröflin
Hinweise
Spieldauer: ca. 1 Stunde 50 min, keine Pause
Geeignet ab der 9. Jahrgangsstufe
Termine
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"being DON QUIJOTE?" nach Cervantes

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tickets kaufen rot

Mit „being DON QUIJOTE?“ begeben wir uns auf eine abenteuerliche Tour durch Gostenhof und folgen den Spuren von DON und Sancho Panza. Wir starten am Gostner und marschieren unweit des Theaters in einen verwilderten Garten, um die Verrücktheiten DONS hautnah zu erleben. Danach geht es weiter zur Dreieinigkeitskirche, in der Sancho sein Bestes gibt, um DON von seinen aberwitzigen Einfällen abzubringen. In diversen verwunschenen Hinterhöfen versuchen die beiden Antihelden schließlich mit vollem Körpereinsatz zu ergründen, was nun Wahrheit oder nur Einbildung ist. Begleitet werden die wilden Abenteuer der bei¬den von amüsanten, musikalischen Intermezzi. Die Tour de force endet dann wieder heiter, aber auch melancholisch am Gostner
(Unser Tipp: Highheels zu Hause lassen und bei nasser Witterung wetterfeste Kleidung!).

Die Welt ist aus den Fugen – doch was soll man tun? Lamentieren, den Kopf schütteln, im Internet bissige Kommentare verfassen? Auf den Ritter in glänzender Rüstung warten, der schon alles in Ordnung bringen wird? Oder man nimmt die Dinge einfach in die Hand und wird selbst zum Helden: »Ihr sollt wissen, dass ich ein Ritter aus der Mancha bin, und es ist mein Amt und mein Beruf, durch die Welt zu ziehen, Unheil zu heilen und Unrecht zu rächen.« – und so beginnt die Reise von Don Quijote und Sancho Panza, einem der berühmtesten Paare der Weltliteratur. Dabei ist nie ganz sicher: Ist Don Quijote ein Wahnsinniger, ein Träumer oder doch ein Visionär? Ist er mutig, tapfer oder doch einfach nur verrückt? Über 400 Jahre nach Erscheinen des Romans übt die Figur des »sinnreichen Junkers« immer noch eine große Faszination aus. Vielleicht brauchen wir mehr Don Quijotes in unserem Alltag. Um dem Phänomen näher zu kommen, begeben wir uns gemeinsam mit dem Ritter von der traurigen Gestalt und seinem Knappen auf Wanderschaft.

Viele Stimmen haben sich zur Geschichte des Don Quijote geäußert, und sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Nach Erscheinen des ersten Teils 1605 soll Philipp III. über einen unbändig lachenden Studenten gesagt haben „Entweder ist der Mensch nicht bei Sinnen, oder liest gerade den Don Quijote“. Erwin Rohde schreibt 1875: ´Aller Ernst und alle Leidenschaft und alles, was den Menschen ans Herz geht ist Don Quixoterie, es ist gut dies zu wissen, für einige Fälle; sonst ist es für gewöhnlich besser es nicht zu wissen.´
Die Größe des Romans lässt sich daran erkennen, wie unterschiedlich die Werke sind, die sich von ihm inspirieren ließen, von Laurence Sternes ´Tristram Shandy´ bis zu Dostojewskis ´Der Idiot´. Schiller findet bei Cervantes den Anstoß für ´Die Räuber´, Marx und Engels entwickeln anhand des Ritters und seines Knappen ihre Geschichtsauffassung und Unamuno erhöht ihn zur Inkarnation des spanischen Geistes und zu einer christusgleichen Figur.
William Faulkner liest den Roman jedes Jahr einmal und Goethe schreibt 1782 Charlotte von Stein, dass er ihn über den Akten hält ´wie ein Korckwamms den Schwimmenden´.
Was fasziniert die Leser seit vierhundert Jahren an diesem Buch?
Die Antworten fallen so unterschiedlich aus, wie die zitierten Reaktionen und wahrscheinlich macht gerade das seine Anziehungskraft aus: Don Quijote ist nicht zu fassen.
Cervantes´ Zeitgenossen nahmen den Autor beim Wort, der im Vorwort schreibt, der Schwermütige solle bei der Lektüre lachen lernen und der Lachende noch lauter lachen.

Miguel de Cervantes Saavedra wurde vermutlich am 29. September 1547, als viertes von sieben Kindern einer verarmten Adelsfamilie, in Alcalá de Henares geboren. Cervantes gilt als Spaniens Nationaldichter.
Im Alter von 22 Jahren verpflichtet er sich als Soldat im spanischen Heer und nimmt 1571 an der Seeschlacht von Lepanto teil. Auf der Rückreise nach Spanien wird er 1575 von Piraten gefangen genommen und nach Algerien verschleppt. Durch Zahlung einer hohen Summe kommt er schließlich frei und kehrt nach Spanien zurück. Für seine Dienste und Opfer wird er nach seiner Rückkehr nicht entlohnt.Da er vom Schreiben von Theaterstücken nicht leben kann, muss er sich schweren Herzens von 1580 bis 1583 als Soldat verdingen, unter anderem beim König von Portugal. 1584 erscheint sein erster Roman in Prosa, „La primera parte de la Galatea“, ein Schäferroman, der dem damaligen Zeitgeschmack entspricht.
Mit 37 Jahren heiratet er, doch seine Ehe wird nicht glücklich. Seine anschließende berufliche Laufbahn ist nicht gerade von Erfolg gekrönt. Zuerst wird er Kaufmann und bekommt in Sevilla einen Beamtenposten als Lieferant für die spanische Kriegsflotte, die Armada. Doch landet er nach misslungenen Geschäften in Schuldhaft. Während dieser Zeit beginnt er an seinem großen Roman Don Quijote zu schreiben. Dann wird er 1604 in Valladolid schuldlos in einen Mordprozeß verwickelt. Nachdem er seine Unschuld beweisen konnte, kehrt er nach Madrid zurück und veröffentlicht 1605 den ersten Band des Don Quijote. Damit wird er schnell berühmt, aber nicht reich, denn der Gewinn aus seinem Werk bleibt in den Händen des Verlegers und der Nachdrucker. In Einsamkeit und Armut entwickelt er eine große literarische Aktivität und veröffentlicht 1615 den zweiten Band des Don Quijote.
Miguel de Cervantes starb am 22. April 1616 in Madrid.

Herzlichen Dank für die Unterstützung dieses Theaterprojekts durch die Firma DER SÜDWESTPARK
swp

Genre: Schauspiel


Ensemble

Bildergalerie
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